Die Inhalte der Gewaltpräventionskurse:

Die Kursinhalte richten sich nach der gewünschten Kurslänge und dem jeweiligen Alter der Teilnehmer/innen. Es gibt unterschiedliche Programme für Kindergärten, Grundschulen, Orientierungs-, Mittel- und Oberstufen bzw. Berufsschulen.

Um den unterschiedlichen Voraussetzungen und Situationen gerecht zu werden, unterrichten wir in der Regel Mädchen und Jungen getrennt. Sollte dies aber organisatorisch nicht möglich sein, führen wir unsere Kurse auch für gemischte Gruppen oder Klassen durch. In diesem Fall teilen wir die Gruppe innerhalb des Kurses auf und unterrichten parallel.

Die Schulungen können nach Möglichkeit und Absprache während der Schulzeit, im Rahmen von Projektwochen, Klassenfahrten und Wandertagen oder auch außerhalb der Schulzeit stattfinden. Für die Kurse können Klassenzimmer, Pausen- und Sporthallen oder unsere Räume genutzt werden.

Machen Sie Ihre Schule zur gewaltfreien Zone!

  • Was ist Gewalt? Wie entsteht sie?
    Und wie kann ich ihr möglichst gewaltfrei entgehen?

  • Wie strahle ich Sicherheit aus, so dass ich erst gar nicht als Opfer in Betracht komme?

  • Wie trainiere ich meine natürliche Intuition?

  • Wie schaffe ich es, dass Zeugen mir helfen?

  • Welche effektiven Selbstverteidigungstechniken sind schnell erlern- und umsetzbar?

  • Wie verteidige ich mich gegen körperlich stärkere Angreifer?

  • Wie unterscheidet sich Selbstbehauptung von Selbstverteidigung?

  • Was beinhaltet das Konzept „Sicherheit nach Noten“?

Sicher nach Noten

Das Besondere an der EWTO-Gewaltprävention ist die Integration einer körperlichen Selbstverteidigung, die das Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen verbessert. Ein ungewöhnlicher Ansatz, der aber Eltern wie Lehrer überzeugt.

„Anfangs sind speziell die Lehrer skeptisch, ob Kampfkunst der richtige Weg ist, Gewalt zu verhindern. Wenn wir dann unser System erklären, stoßen wir schnell auf Begeisterung, weil klar wird, dass Selbstbewusstsein nur durch Sicherheit entstehen kann.“

Jeder Kurs startet mit dem Worst-Case-Szenario und einem Opfer, das völlig verängstigt und wehrlos gegenüber Angriffen ist. Dies kommt der Schulnote „ungenügend“ gleich – eine glatte 6.

Auch wer versucht, sich körperlich zu wehren, aber es nicht schafft, handelt „mangelhaft“ und verfehlt das Klassenziel.

Dieses wird erst mit der Note „ausreichend“ erreicht. Hier wurde der Schüler angegriffen, konnte die Attacke aber nicht im Ansatz vereiteln und muss sich mit „Nottechniken“ aus einem Würgegriff oder dem „Schwitzkasten“ befreien.

Besser ist, es gar nicht erst soweit kommen zu lassen, indem man die Situation direkt im Ansatz löst und Schubs-, Greif- oder Schlagversuche „befriedigend“ im Ansatz kontert.

„Gut“ ist allerdings nur, wer ganz ohne Kampftechniken eine Bedrohung vereitelt, stattdessen die Körpersprache nutzt und den Angreifer im Gespräch von seinem Vorhaben abbringt.

Wer dies nicht mehr nötig hat, weil er durch sein selbstsicheres Auftreten kein Opfertyp mehr ist, sich couragiert für andere einsetzt und als Vorbild auf Einsatz von Gewalt verzichtet, wird zum Einserkandidat.

Das Konzept funktioniert ähnlich wie ein Schulfach, wo es darum geht, die Leistung stetig zu steigern:„Man kann nicht von einem Schüler, der immer nur gehänselt oder sogar geschlagen wird, verlangen, er soll selbstsicher auftreten. Von einem Schüler mit mangelhaften Mathekenntnissen erwartet man in der nächsten Klausur ja auch keine glatte 1.“

Der Weg von einer Sechs zu einer Eins dauert zwischen sechs und zwölf Schulstunden.

Soziale Inhalte, SozioTsun:

- Vermittlung von Werten wie Ehrlichkeit, Treue, Zuverlässigkeit, Höflichkeit, Aufrichtigkeit,  Tradition, Respekt, Hilfsbereitschaft, Toleranz, Familie, Vertrauen, Fleiß, Ordnung,  Bescheidenheit 

- Vom Ich zum Du zum Wir

- Die Macht der Sprache, sich gut ausdrücken können 

- Aktives Zuhören, gezielt nachfragen können

- Höflichkeit, Wie es in den Wald ruft...